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Was geschehen ist, nicht was geplant war: neue Felder an Vorgängen

Version 0.3.04 Min. Lesezeit

Status und Zieltermin beantworten zwei Fragen: Wo steht ein Vorgang, und bis wann soll er fertig sein? Eine dritte Frage beantworten sie nicht, obwohl sie in jeder Rückschau gestellt wird: Wie lange lief das eigentlich? Mit 0.3.0 bekam die Box „Allgemein“ auf der Karte eines Vorgangs und eines Projekts deshalb zwei neue Zeilen, Startdatum und Enddatum. Zusammen mit der Reaktionszeit, die im Beitrag zu den Zielterminen steht, bilden sie eine eigene Gruppe von Feldern: Man kann sie nicht eintragen, man kann sie nur ablesen.

Gemessen, nicht gesetzt

Das Startdatum entsteht, wenn ein Vorgang zum ersten Mal in Bearbeitung geht. Das Enddatum entsteht, wenn er einen Endzustand erreicht, also erledigt oder verworfen wird. Intern gab es beide Zeitpunkte schon länger. Neu war, dass man sie sieht.

Ich hätte sie als Eingabefelder anbieten können, für den Fall, dass jemand vergessen hat, den Status rechtzeitig umzustellen. Ich habe mich dagegen entschieden: Ein Eingabefeld wäre eine Einladung, eine Laufzeit einzutragen, statt sie zu messen. Und sobald eine solche Zahl in einer Auswertung landet, glaubt man ihr. Der Server lehnt deshalb jeden Versuch ab, die Werte von außen zu schreiben.

Auch in der Darstellung zeigt sich das: Die Werte stehen als Text da und nicht als ausgegrautes Feld. Ein graues Bedienelement sieht aus wie ein Fehler und verleitet zu einem Klick, der nichts bewirkt. Wenn noch nichts passiert ist, steht dort ein Satz, „Noch nicht begonnen“ oder „Noch nicht abgeschlossen“, und kein Strich. Ein Strich ließe offen, ob die Angabe fehlt oder ob das Ereignis einfach noch nicht eingetreten ist. Genau das ist hier aber die eigentliche Auskunft.

Die Box „Allgemein“ einer offenen Story: Reaktionszeit, Start- und Enddatum stehen als Sätze Ein Vorgang, an dem noch niemand gearbeitet hat. Ganz unten stehen die Tatsachen, darüber das, was sich ändern lässt.

Unten die Tatsachen, oben das Änderbare

Die Box hat eine feste Ordnung. Oben steht, was man ändern kann: Priorität, Zieltermin, später auch die Iteration. Unten steht, was festgehalten wurde: wer den Vorgang erfasst hat, wann er angelegt wurde, die Reaktionszeit und die beiden neuen Daten. Auf der Projektkarte ist es dieselbe Stelle. Wer zwischen beiden Karten wechselt, soll nicht neu suchen müssen.

Dabei bin ich auf eine Falle gestoßen, die man leicht übersieht. Ein Vorgang hatte schon einen geplanten Beginn, und jetzt kam der tatsächliche dazu. Zwei Zeilen mit der Beschriftung „Start“ hätten zwei verschiedene Fragen beantwortet. Ich habe den geplanten deshalb zunächst gar nicht angezeigt. Als er später mit dem Gantt sichtbar wurde, bekam er die Beschriftung „Geplanter Start“, und man sieht im Bild unten, dass beide jetzt nebeneinander stehen können, ohne verwechselt zu werden.

Die Box „Allgemein“ einer erledigten Story mit geplantem Start und Ende oben und tatsächlichem Start- und Enddatum unten Heutiger Stand: „Geplanter Start“ oben ist die Planung, „Startdatum“ unten ist das, was tatsächlich passiert ist.

Eine Regel für Vorgang und Projekt

Projekte hatten die beiden Zeitpunkte bis dahin gar nicht. Ich habe sie nachgerüstet, und zwar mit derselben Regel wie bei den Vorgängen. Die Abkürzung wäre gewesen, alle Endzustände in einen Topf zu werfen: „Erledigt“, „Verworfen“ und „Archiviert“. Heute würde das funktionieren, aber nur zufällig, weil „Archiviert“ nur am Projekt vorkommt und „Verworfen“ nur am Vorgang. Ändert sich eines Tages einer der beiden Kataloge, wäre die Rechnung still falsch. Deshalb übersetzt jede Seite ihren eigenen Status in „läuft“ oder „ist fertig“, und erst danach greift die gemeinsame Regel.

Für bestehende Projekte habe ich die Werte aus dem Änderungsprotokoll nachgetragen, aber nur dort, wo es Belege gibt. Dadurch kann ein altes Projekt ein Enddatum haben, aber kein Startdatum. Den Start einfach auf den Abschluss zu setzen, hätte eine Laufzeit von null erfunden. Eine fehlende Angabe ist ehrlicher als eine falsche.

Wer die Felder nicht zeigt

Ideen und Sonderaufgaben zeigen kein Start- und Enddatum. Bei der Sonderaufgabe ist der Grund einfach: Sie läuft neben der Planung und wird nie fertig. Bei der Idee ist es feiner. Ihr Status ist eine Entscheidung, kein Arbeitsfortschritt, und „Erledigt“ heißt dort „darüber ist entschieden“. Unter der Beschriftung „Enddatum“, die überall sonst „fertig gebaut“ bedeutet, wäre das die plausiblere, aber falsche Lesart.

Wenige Tage später folgte eine weitere Box an derselben Seitenspalte, der Aufwand. Sie arbeitet nach demselben Grundsatz: Ein leeres Feld heißt „nicht geschätzt“ und nicht „null Stunden“.

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