Zum Inhalt springen

Das Intranet: Kalender, Wiki, Personen und Schulungen

Version 0.9.84 Min. Lesezeit

Ein Intranet, das nur Neuigkeiten zeigt, liest man einmal am Montag und dann nicht mehr. Wirklich gebraucht wird es für die Dinge dazwischen: Wann ist die Betriebsversammlung? Wo steht die Anleitung für das neue Telefon? Wer ist in der Buchhaltung für Reisekosten zuständig? Und gibt es beim Erste-Hilfe-Kurs noch einen Platz? Genau dafür sind in den letzten Stufen des Intranets ein Kalender, ein Wiki, ein Personenverzeichnis und Schulungen entstanden. Das Intranet ist dabei ein gesondert lizenzierbares Modul von GODAV.

Wie die Beiträge selbst funktionieren, als User Stories in eigenen Intranetprojekten und mit einer Sichtbarkeit, die nach unten nur enger werden kann, habe ich schon beschrieben. Hier geht es um das, was dazugekommen ist.

Die Startseite des Intranets mit Ankündigung, Aufmacher und neuesten Beiträgen Die Startseite. Kalender, Wiki, Personen und Downloads stehen in der Leiste darunter, aber jeder erst, wenn es dort etwas zu sehen gibt.

Ein Kalender, der in Wochen denkt

Termine werden im Intranetprojekt gepflegt, im eigenen Reiter „Termine“, und hängen an einem Bereich, also am ganzen Projekt oder an einem Epic oder Feature darin. Dessen Sichtbarkeit gilt auch für den Termin. Ein Termin kann sie zusätzlich weiter einschränken, aber nie erweitern.

Im Intranet zeigt der Kalender einen Monat mit einer Spalte für die Kalenderwoche, gezählt nach ISO wie überall sonst in GODAV, darunter die kommenden 60 Tage als Liste. Jeder Termin lässt sich als .ics-Datei in den eigenen Kalender übernehmen. Ein Abo, das der eigene Kalender regelmäßig abruft, wäre bequemer gewesen. Ich habe es trotzdem nicht gebaut: Ein Kalenderprogramm kann sich nicht anmelden, ein Abo bräuchte also einen Zugang ohne Anmeldung, und damit wäre die ganze Sichtbarkeitsregel an dieser einen Stelle ausgehebelt.

Der Kalender des Intranets mit Kalenderwochen und Terminen im Oktober Der Monat mit KW-Spalte. Die Termine stammen aus allen Bereichen, die für den Leser freigegeben sind.

Ein Wiki, das nichts verrät

Das Wiki hat einen Seitenbaum, Bilder im Text und Verweise in der Form [[Titel]]. Eine Unterseite erbt den Bereich ihrer Überseite, und eine eingeschränkte Überseite verdeckt ihren ganzen Teilbaum. Ein Kapitel, das man ohne sein Handbuch sieht, hinge im Baum in der Luft.

Spannend war die Frage, was ein Verweis auf eine Seite anzeigt, die der Leser nicht sehen darf. Ein normaler Link würde ins Leere führen. Ein Hinweis „keine Berechtigung“ würde verraten, dass es die Seite gibt. Deshalb steht so ein Verweis einfach als gestrichelte Beschriftung da, genauso wie ein Verweis auf eine Seite, die noch niemand geschrieben hat. Der Leser kann die beiden Fälle nicht unterscheiden, und genau das ist der Sinn.

Jede Speicherung mit geändertem Titel oder Text ist eine neue Fassung. Fassungen lassen sich vergleichen und wiederherstellen. Wiederherstellen schreibt die alte Fassung dabei als neue zurück, statt die späteren zu löschen. So bleibt auch der Irrtum nachvollziehbar, der zur Wiederherstellung geführt hat.

Personen und Organisation

Unter Einstellungen pflegen Administratoren den Aufbau des Hauses, also Bereiche, Abteilungen und Gruppen samt Leitung. Diesen Organisationsbaum habe ich bewusst nicht zum Teil des Intranets gemacht. Einheit, Funktion und Durchwahl sind Angaben über die Belegschaft, und die sind auch ohne Intranet nützlich. Nur das Verzeichnis, das sie zeigt, gehört zum Intranet. Funktion und Telefon trägt jede Person unter „Mein Konto“ selbst ein. Wer seine Durchwahl ändert, soll dafür kein Ticket schreiben müssen.

Das Intranet lässt sich auf Wunsch auch ohne Anmeldung lesen. Das Personenverzeichnis aber nicht: Dort sieht es nur, wer sich ausweist. Ein Verzeichnis mit Mailadressen und Durchwahlen ist das Erste, was jemand absaugt, der einmal ins Netz gekommen ist.

Das Personenverzeichnis mit Organisationsbaum links und Tabelle rechts Links der Organisationsbaum, rechts die Personen der gewählten Einheit samt Untereinheiten, die Leitung oben.

Schulungen mit Warteliste

Eine Schulung ist in GODAV kein eigenes Objekt, sondern ein Termin mit Anmeldung: Plätze, Anmeldeschluss und auf Wunsch eine Warteliste. Ein eigenes Recht zum Buchen gibt es nicht. Wer den Termin sehen darf, ist eingeladen. Wer bucht, bekommt eine Bestätigung samt Kalendereintrag. Sagt jemand ab, rückt nach, wer am längsten auf der Warteliste steht, und wird ebenfalls benachrichtigt.

Zwei Personen, die im selben Moment auf „Anmelden“ klicken, dürfen nicht beide den letzten Platz bekommen. Deshalb sperrt die Anmeldung den Termin kurz, bis sie fertig ist.

Außerdem

  • Ankündigungen erscheinen als Leiste über allen Seiten und lassen sich wegklicken. Ändert die Redaktion den Text, erscheint sie wieder.
  • Bilder eines Beitrags lassen sich als Galerie oder Slider zeigen.
  • Anhänge werden zu Downloads, aber nur mit ausdrücklicher Freigabe je Datei.
  • Sterne kann man auch ohne Anmeldung vergeben. Der Browser merkt sich die eigene Bewertung, sodass man sie ändern statt verdoppeln kann.

Damit ist das Intranet in allen fünf geplanten Stufen gebaut. Jetzt fehlt vor allem eines: ein Haus, das es wirklich benutzt und mir sagt, was ihm noch fehlt.

  • Intranet
  • Zusammenarbeit
  • Datenschutz